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I Might Be Wrong – Circle The Yes. Von Anstrengung und Leichtigkeit.

von jonas | 17.September 2009

i might be wrong - circle the yesI Might Be Wrong bewegen sich auf ihrem neuen Album “Circle The Yes” zwischen ambientgeschultem Indie, schwelgerischen Post-Rock-Melodien und sanften Elektrozwischentönen. Hört sich wahnsinnig kompliziert an?! Ist es eigentlich auch, doch genau hier liegt wohl das Geheimnis der Band: Man hört der Musik die Anstrengung, die zweifellos hinter ihr steht, nicht an. Sie verfügt über eine Leichtigkeit, die sehr schwierig zu erreichen ist. Alles bleibt in der Schwebe, alles fließt, nichts klingt routiniert.

Ein Griff in die Adjektiv-Kiste fördert Folgendes zutage: verspielt, verträumt, atmosphärisch, zart. Aber das erklärt noch nichts. Also weiter: I Might Be Wrong gelingt das Kunststück, gleichzeitig unfassbar eingängig und auf clevere Weise subtil zu sein. Die Stimme von Lisa von Billerbeck schmiegt sich an den Hörer an, es klingt fast so, als ob die Sängerin einem jedes Wort direkt ins Ohr flüstert. Melodieseligen Mantras gleich bleiben die Sätze im Kopf hängen und begleiten einen durch den Tag.

„We circle the yes, we strike the no, we struggle for maybe – we do nothing at all”, um diese vagen Worte aus einem Song, der nie fertig wurde und somit auch nicht auf dem Album “Circle The Yes” zu hören ist, dreht sich der Band zufolge dessen gesamte Enstehungsgeschichte. Geschaffen haben I Might Be Wrong daraus eine ausgezeichnete Platte, so schön, aber auch so zerbrechlich wie eine seltene Porzellanvase. Nur tausendmal weniger spießig.

I Might Be Wrong – Circle The Yes (ab 25.09.09), sinnbusrecords/alive.


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