Das hier ist die alte, nicht mehr gepflegte Version von indiestreber. Hier schauen wir nicht mehr nach, ob Links oder Videos noch funktionieren, und auch neue Artikel werden hier nicht mehr erscheinen. Unsere neue Seite findest du unter www.indiestreber.de

neueste werke

neueste kommentare

ältere werke

suche


« | home | »

Das Jahrzehnt aus Sicht der indiestreber. Teil 15: Jonas’ 2004

von jonas | 15.Dezember 2009

Mit diesem Post haben wir auch schon die Halbzeit unseres Jahrzehnt-Rückblicks erreicht. Und apropos Halbzeit: 2004 war auch das Jahr von “Nipplegate”. Falls ihr euch nicht mehr erinnert: Justin Timberlake riss Janet Jackson in der Halbzeitshow des Super Bowl versehentlich (?) ein Teil ihres Outfits vom Leib, sodass für wenige Sekunde ihre rechte Brust zu sehen war. Und das unter den Augen der gesamten Nation, die sich auch gleich eifrig echauffierte. Viel kranker gehts nicht.

Was war sonst noch los im Jahr 2004? Immer noch Krieg, und nach seiner Wiederwahl1 immer noch Bush an der Macht. Eher trübe Aussichten in der Weltpolitik also. In meinem Leben gab es dagegen eine positive Neuerung. 2004 begann ich nämlich damit, Bass zu spielen. Nachdem Skaten irgendwie nicht mehr so angesagt war und alle meine Freunde nach und nach damit aufhörten, brauchte ich eben ein neues Hobby. Und da ich keine Lust mehr hatte, weiterhin Klavierstunden zu nehmen und zwei Freunde von mir bereits Gitarre spielten, kam ich zum Bass. Im Nachhein betrachtet bin ich ziemlich froh darüber, denn dieses oft unterschätzte Instrument kann schon einiges. Und Gitarre spielt ja eh jeder…

Die Alben des Jahres

Im Jahr 2004 fällt es mir schwer, ein Album des Jahres auszuwählen. Zwar wurden einige sehr gute und interessante Alben veröffentlicht, aber keines davon sticht deutlich hervor. Deshalb vergebe ich diesmal zwei halbe erste Plätze:

the hives - tyrannosaurus hivesDie eine Hälfte des Titels geht an The Hives für “Tyrannosaurus Hives”. Mein Lieblingsalbum der Band ist zwar “Veni Vidi Vicious”, allerdings konnte sich das im Jahr 2000 gegen die überaus starke Konkurrenz nicht bis an die Spitze kämpfen. Doch das macht ja nichts, schließlich ist auch “Tyrannosaurus Hives” ein verdammt gelungenes Album voller markanter Songs im typischen Garagen-Sound. Und auch die eher ausgefallenen Lieder wie Diabolic Scheme können überzeugen. Diese Band macht einfach Spaß!

beatsteaks - smack smashÜber die zweite Hälfte des Titels kann sich zum ersten Mal bisher eine deutsche Band freuen: Den Beatsteaks gelang mit “Smack Smash” nicht nur der sauer verdiente Durchbruch, sondern auch eine Platte, die hierzulande immer noch die Messlatte für einfallsreichen Punkrock hochhält.2 Es ist schon erstaunlich, mit was für einer Lässigkeit die Berliner hier die Hits aus der Hüfte schießen.

Weitere sehr gute Alben aus dem Jahr 2004:

Ein wichtiges Album aus diesem Jahr ist auch das selbstbetitelte Debüt von Franz Ferdinand, die damit die sogenannte New Wave of British New Wave einläuteten. Ich konnte mit der Band allerdings nie besonders viel anfangen – irgendwie geht ihr unterkühlt-intellektueller Sound nicht so recht an mich. Aber “Take Me Out” ist schon ein veritabler Hit (s. unten).

Die Songs des Jahres

Auch in dieser Kategorie fällt mir die Auswahl in diesem Jahr schwer. Viel gutes, aber wenig herausragendes. Also greifen wir doch mal etwas untypisches heraus und setzen es auf den Thron:

Alter Ego – Rocker3

Weitere großartige Songs aus dem Jahr 2004:

Compilation des Jahres

Ausnahmsweise habe ich diese Kategorie auch mal bei mir dabei. Der Grund dafür: Der Soundtrack zum Film “Die Fetten Jahre Sind Vorbei”. Ich hab den Film damals im Kino gesehen und fand die Musik dazu so gut, dass ich mir den Soundtrack einfach zulegen musste. Und ich habe es nicht bereut, schließlich befinden sich auf der Doppel-CD zwei meiner Songs des Jahres, sowie weitere Perlen von Tocotronic, The Notwist, Placebo, Phoenix, Nada Surf und Slut. Nicht zu vergessen natürlich auch Leonard Cohens “Halleluja” in der Version von Lucky Jim.

Video des Jahres

Get ready for the disco inferno!

Mediengruppe Telekommander – Bis Zum Erbrechen Schreien

Konzert des Jahres

Passend zu den halben Album das Jahres stammen auch meine beiden Konzerte des Jahres von den Beatsteaks und The Hives. Die Beatsteaks sah ich am 16. Mai 2004 in der Batschkapp Frankfurt bei mindestens 45 °C vor der Bühne. Geile Band, geile Stimmung, und dazu gabs noch Stagediving auf einem Surfbrett. The Hives waren dann am 16. Oktober im Schlachthof dran. Verdammt, waren die tight! Besonders beeindruckend: Wie der etwas dickliche Gitarrist Vigilante Carlstroem in seinem feschen Anzug schwitzend alles gab. Großartige Liveband.

Außerdem war ich noch am 5. Dezember 2004 bei Motörhead. Das wohl lauteste Konzert meines Lebens. Jedenfalls haben mir auch am übernächsten Tag noch zu Ohren geklingelt. Ging dann aber bald weg zum Glück.

  1. bzw. der ersten Wahl, in der er regulär gewählt wurde []
  2. Auch wenn Matze das nicht gerne lesen wird []
  3. Ich weiß nicht, ob ich diesen Song nur toll finde, weil er mich an meine C64-Vergangenheit erinnert. Falls das der Fall sein sollte, tut das meiner Begeisterung allerdings auch keinen Abbruch. []

kĂĽnstlerkollektiv: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

file under: best of 2000-09 | Kommentare deaktiviert


kommentare verboten. was wir schreiben, stimmt auch.