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K.I.Z. über Banker. Boni für die Bösen?

25. Mai 2010 | Autor: | Fach: Geschichte | Noch keine Wortmeldung

K.I.Z. – Rauher Wind

Vor eineinhalb Jahren, als die Lehman Brothers gerade pleite gegangen waren und Damien Hirst am gleichen Tag Millionenpreise für streitbare Kunst erlöst hatte, also zu Beginn der Wirtschaftskrise, hatten wir schon einmal eine Playlist zum Thema gepostet. Aber den Kapitalismus gibt es immer noch, der Konsum in Deutschland geht sogar wieder nach oben.

Und Banker und Manager verdienen immer noch in einem Jahr mehr als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben. Aber sind sie damit glücklich? Glaubt man Deutschlands bester Rapgruppe dieser Tage, haben auch Banker es nicht leicht:

hier oben weht ein rauher Wind, keiner hört uns wenn wir traurig sind,
ich verkauf noch dieses Wertpapier, mach den Computer aus und spring aus dem Fenster!

So heißt es in Rauher Wind von K.I.Z., in dem auch die vermeintlichen Bösewichte einmal zu Wort kommen. Natürlich ist, wie üblich bei dieser Band, nicht alles ernstzunehmen. Aber der Song zeigt doch in sehr schönen Worten und Metaphern den Zynismus, der das Treiben manch eines Managers begleiten muss:

Wieso immer ich? Ihr kehrt die Fakten untern Tisch,
Kinder fallen im Irak, mein Aktien etwa nicht?

Im Lied werden dann auch munter alle gesellschaftlichen und politischen Probleme in einen Topf geworfen: Arbeitslosigkeit und Hartz IV, der Irak-Krieg und die gesamte Lage in Nahost. Statt Lösungen gibt es aber auch hier nur blanken Zynismus. Aber so ist sie, die Welt. Nicht nur bei K.I.Z..

Der Post erschien ursprünglich im Rahmen der “Reise durch die Zeit.

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