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The Indelicates über David Koresh. Fast wie Jesus.

20. Juli 2011 | Autor: | Fach: Geschichte, Religion | Eine Wortmeldung

The Indelicates – I am Koresh

Es war schon länger angekündigt, seit ein paar Wochen ist es zu haben: “David Koresh Superstar”, das neue Album der Indelicates. Als wir uns kurz vor unserem Relaunch vor einem knappen Jahr mit Julia und Simon unterhielten, ging es auch schon um diese Platte, die damals gerade im Entstehen war.

Wie der Albumtitel schon nahelegt, geht es auf dem Konzeptalbum um David Koresh, einen US-Amerikanischen Sektenguru. Die Wikipedia weiß zu ihm:

David Koresh (eigentlich: Vernon Wayne Howell; * 17. August 1959 in Houston, Texas; † 19. April 1993 in Waco, Texas) war der Anführer und selbsternannte Prophet der Branch Davidians, einer eschatologischen Abspaltung der christlichen Davidianer-Kirche. Er hatte seine Anhänger mit seiner Auslegung der Johannesoffenbarung und seiner charismatischen Persönlichkeit an sich gebunden.

Auch international bekannt wurde David Koresh vor allem aufgrund der Belagerung und späteren Stürmung des Sektenhauptquartieres in Waco im Jahr 1993. Die Alkohol- und Waffenaufsicht ATF versuchte Ende Februar, das Gebäude zu stürmen – dabei kamen vier Beamte und sechs Sektenmitglieder (“Davidianer”) um, und es schloss sich eine fünfzigtägige Belagerung an. Ab dem Zeitpunkt war auch das FBI beteiligt.

Aber wieso beschäftigt man sich auf Albumlänge mit solch einem Verrückten. Simon dazu: “Ich glaube wenn du die Geschichte von Jesus nimmst, er aber nicht der Sohn Gottes ist, dann bleibt nur dieser Typ, der teilweise seltsames Zeug von sich gibt. Ich mag die Idee, dass die Geschichte von David Koresh eigentlich ziemlich ähnlich zu der Geschichte von Jesus ist, nur dass er definitiv nicht der Sohn Gottes ist. Das war also der Ausgangspunkt des Albums. Wir wollten ‘Jesus Christ Superstar’ mit einer neuen Hauptperson schreiben. Und die Zeit, in der David Koresh lebte, das Post-Kalter-Krieg-Amerika, gibt auch eine Menge her – wesentlich mehr als einen Song.”

Und Julia ergänzt: “Das Schreiben der Stücke hat auf jeden Fall mehr Spaß gemacht als das Schreiben normaler Songs. Wenn das Thema schon vorgegeben ist, dann taucht man viel tiefer in die Materie ein. Und musikalisch kann man alle möglichen coolen Sachen ausprobieren.” Das könnte auch der Grund dafür sein, dass uns bei Indiestreber wohl nie wirklich die Themen ausgehen werden.


Die Indelicates sind momentan mal wieder in Deutschland. Julia und Simon spielen zu zweit ein paar Gigs:

20/07/2011: MAINZ: BARON UNI CAMPUS MAINZ: The Indelicates pass-the-hat-round acoustic show: All Welcome! 8.30pm.
21/07/2011: KUNZELSAU: Jugendkulturverein KoKoLoReS E.v. (Youth Club). The Indelicates pass-the-hat-round show: 8.30pm
22/07/2011: Private party (super special edition)
23/07/2011: STUTTGART: SUPER SPECIAL EDITION: CAFE GALAO: All Welcome! (performance will be recorded)

(via)

The Indelicates – David Koresh Superstar (2011, Corporate Records, Pay what you like: ab 3 Pfund, CD und Songbook gibt es auch)

Künstlerkollektiv:


Bisher eine Wortmeldung to “The Indelicates über David Koresh. Fast wie Jesus.”

  1. alex stehling meint:
    28.Februar 2012 at 14:09

    interessant und auch nicht zu verurteilen, immerhin hat, “the wall” eine ähnliche herangehensweise an “the ridse an fall” von charismatischen personen-. ich kenn fas album nicht, aber musikalische power kommrt in dieser kleinen demo schon rüber. i refer to pink floyd.

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