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los campesinos! – we are beautiful, we are doomed. Los Campesinos! tanzen auf der Stelle und stören sich gar nicht dran.

von | 29.November 2008

Manche Bands mag man immer, Los Campesinos! aber können im falschen Moment verstören. Denn Geigen und Glockenspiel sind manchmal nicht mehr schön, sondern einfach nur noch nervig. Aaaah, mach‘ das aus schallt es im Kopf. Wenn man die Truppe aber im richtigen Moment aus der Konserve lässt, tanzt und singt man durch den Tag. Das letzte Album erschien im Frühling. Falsche Momente gab es da eigentlich kaum. Und deswegen war Hold On Now, Youngster… auch so geil.

We Are Beautiful, We Are Doomed springt uns nun im Winter entgegen. Nach nur einem halben Jahr legen die jungen Waliser nach und machen eigentlich alles so wie beim letzten Mal. Die sieben Mädels und Jungs mit Hummeln im Arsch scheuchen ihre Instrumente und Stimmen um die Wette. Pompös und brachial preschen sie nach vorn und verstecken auf dem Weg immer mal wieder eine herzlich süße Melodie.

Irgendwas ist dieses Mal aber anders. Dabei geht’s mit Ways to Make it Through the Wall wieder richtig gut los und auch der Titelsong bringt die Füße schnell zum fröhlich wackeln. Aber so richtig begeistern kann die Platte erstmal nicht. Vielleicht liegt’s ja daran, dass man die Spielart der Band jetzt einfach schon kennt. Richtig gut sind auf jeden Fall wieder die Texte – mattschwarz sind sie ein spannendes Gegenstück zur himmelblauen Musik:

I taught myself the only way to vaguely get along in love
Is to like the other slightly less than you get in return
I keep feeling like I’m being under-cut

(We Are Beautiful, We Are Doomed)

Wo die Reise der Band noch hingehen könnte, mag man vielleicht bei Lied Nr. 9 erahnen. Ohne sich anzubiedern kommt Heart Swells / Pacific Daylight Time fast ein wenig folkig um die Ecke geschludert. Mehr davon könnte sich ganz gut machen. Aber mal im Ernst – wie und warum sollte sich eine Band in sechs Monaten denn auch komplett umkrempeln? Und Spaß macht es ja auch so. Übrigends umso mehr, je öfter man die Platte hört. Bei einer Länge von 32 Minuten dürfte das auch gar nicht so schwer sein. Und – schwupps – wird aus kurz ganz schön kurzweilig. Nettes Teil, das.

los campesinos! – we are beautiful, we are doomed (cd+dvd, 2008, cooperativ/universal)


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