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…Trail Of Dead – The Century Of Self. Das verdammt gute sechste mal. | indiestreber.de


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…Trail Of Dead – The Century Of Self. Das verdammt gute sechste mal.

von | 20.Februar 2009

...trail of dead - the century of self Womit soll ich anfangen? Dass ich …And You Will Know Us By The Trail Of Dead großartig finde, konnte man hier ja schon lesen. Ich will also mein Bestes geben, nicht zu pathetisch zu werden und euch nicht mit meinem Fanboytum auf den Sack zu gehen. Allerdings bedarf es ersteinmal einer Zusammenfassung dessen, was bisher geschah, denn ohne dieses Hintergrund-wissen kann man die aktuelle Platte „The Century Of Self“ nicht vollends verstehen.

Während …Trail Of Deads zweites, noch ziemlich rohes Album „Madonna“ trotz zahlreicher fantastischer Songs (etwa Mistakes & Regrets oder A Perfect Teenhood) ein Geheimtipp blieb, schlug das 2002 beim Majorlabel Interscope veröffentlichte „Source Tags & Codes“ sowohl bei Musikjournalisten als auch bei den Hörern ein wie eine Bombe.1 Auf diesem Album vereinten …Trail Of Dead treibende Rhythmen und ausgefeilte Melodien zu extatischen Rocksongs. Daneben machten sie sich mit ihren exzessiven und zerstörerischen Liveauftritten einen Namen.

Anfang 2005 erschien dann das Album „Worlds Apart“2, ein wilder Ritt durch die Musikgeschichte von Klassik über Rock bis hin zu Prog, mal roh und mal orchestral. Die Experimentierfreude der Band versörte jedoch viele Fans sowie einige Musikjournalisten, dementsprechend fielen die Kritiken eher gemischt aus (wobei sich durchaus auch begeisterte finden lassen), außerdem wurden von dem Album nur noch etwa halb soviele Exemplare verkauft wie vom Vorgänger, was es als kommerziellen Misserfolg brandmarkte. Nichtsdestotrotz stellt diese Platte, welche übrigens auch die erste war, die ich von …Trail Of Dead hörte, meiner Meinung nach eine der großartigsten Platten dieses Jahrzehnts sowie das Opus Magnum der Band dar.

Bereits Ende 2006 lieferten …Trail Of Dead dann mit „So Divided“ einen Nachfolger, auf dem u.a. auch die negativen bzw. eher mangelnden Reaktionen auf „Worlds Apart“ verarbeitet wurden (vgl. Stand In Silence). Sicherlich eine durchweg sehr gute Platte mit außerordentlichen Songs – ich sage nur Wasted State Of Mind – allerdings hat sie ein Manko, das sie von allen vorherigen Werken der Band sowie ihren Liveauftritten unterscheidet: Sie rockt nicht richtig.

Darüber hinaus wirkten …Trail Of Dead auf dem Album irgendwie verunsichert, als würden sie nicht genau wissen, ob das was sie wollen noch das richtige ist. Auch die Fans zeigten sich nicht gerade begeistert. Und weil Interscope quasi keine Promotion für „So Divided“ gemacht hatte, entschieden sich …Trail Of Dead 2007 dazu, der Plattenfirma den Rücken zu kehren und auf eigene Faust weiterzumachen.

So sah also die Ausgangslage vor ihrem sechsten Studioalbum aus. Keine Leichte Situation für eine Band. Oder anders gesehen: Genau der richtige Zeitpunkt für einen Befreiungsschlag. Und genau dieser darf mit dem neuen Album „The Century Of Self“ als geglückt betrachtet werden!

Denn statt sich in immer ausgefalleneren Songstrukturen zu verheddern haben sich …Trail Of Dead auf ihre Stärken besonnen: Das wilde Drumming, wie es sich schon auf dem Zweitwerk „Madonna“ fand, die Gitarrenwände, ausgelassene Jam-Passagen, der mehrstimmige Gesang von Conrad Keely und Jason Reece, aber auch die ruhigen Momente mit getragenen Klavier-Parts. „The Century Of Self“ klingt deshalb unmittelbar und unverwechselbar nach …Trail Of Dead. Dennoch braucht auch diese Platte wie alle Vorgängerwerke einige Hördurchläufe, um ihre ganze Qualität zu entfalten.3 Ein klassicher Grower also.

Dabei ist es die reine Freude, wie die Ideen nur so aus der Band hervorsprudeln und die Songs ineinander fließen. …Trail Of Dead schicken den Hörer auf eine Rock’n’Roll-Achterbahnfahrt, verlieren dabei aber nie die Kontrolle über das Geschehen. Erst gegen Mitte des Albums, ab Inland Sea, kann man etwas durchatmen. Gegen Ende wird mit Ascending dann aber wieder ordentlich Fahrt aufgenommen, um mit dem orchestralen Endpunkt Insatiable Two gekonnt ins Ziel zu kommen. Der Versuch, die krachigen Songs der frühen Tage mit der Opulenz der neueren zu verbinden, kann also als gelungen angesehen werden. Und das beste Adjektiv, um …Trail Of Deads Musik zu beschreiben, ist und bleibt weiterhin: intensiv.

Es ist wohl normal, sich bei einer Band, die schon mehrere großartige Platten geschaffen hat, die Frage zu stellen: „Kann die Neue mit hier persönlichen Favoriten eintragen mithalten?“. Allerdings erscheint mir diese Frage in diesem Fall mit jedem Hören sinnloser. „The Century Of Self“ ist einfach eine verdammt gute sechste Platte einer unglaublich guten Band. Und sowohl für …Trail Of Dead-Fans also auch für Leute, die diese Band vorher noch nicht kannten, uneingeschränkt zu empfehlen.

…and you will know us by the trail of dead – the century of self (ab 20.02.09, superball/spv)

P.S.: Frage: Wie viele Bands haben eigentlich eine Fanseite, auf der es ausschließlich satirisch angehauchte Fake-Nachrichten zu lesen gibt?! Antwort: Viel zu wenige.

  1. unter anderem gab es unglaubliche 10 von 10 punkten bei pitchfork! []
  2. bei dem es sich nicht um ein konzeptalbum über die gleichnamige englische boyband handelt []
  3. trivia am rande: als ich „worlds apart“ zum ersten mal hörte, gefiel mir die platte nicht sonderlich (was allerdings auch daran lag, dass ich etwas anderes erwartet hatte); was ich inzwischen über sie denke: s. oben. []

künstlerkollektiv:

file under: platten | Kommentare deaktiviert für …Trail Of Dead – The Century Of Self. Das verdammt gute sechste mal.


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