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Eine musikalische Reise durch die Zeit. Teil 51: Ein Fiasko. | indiestreber.de


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Eine musikalische Reise durch die Zeit. Teil 51: Ein Fiasko.

von | 27.April 2010

Destroyer – Bay of Pigs (8 min edit)

Das Schöne ist: Der Song heute passt wirklich. Er kommt nur eine gute Woche zu spät – oder zu früh, je nachdem.

Eine gute Woche zu spät kommt er, weil die „Invasion in der Schweinebucht“ – das historische Ereignis, um das es heute gehen soll – , eines der größten geheimdienstlichen und politischen Debakel der USA, vom 17. bis 19. April 1961 stattfand und sich damit vor eineinhalb wochen zum 49. Mal jährte. Aber der Reihe nach: Kuba war bis 1958 vom Diktator Fulgencio Batista regiert worden, seitdem hatte es eine Revolution vor allem unter Fidel Castro und Ernesto Che Guevara gegeben, die den Amerikanern nicht passte. Unter anderem auch durch wenig diplomatische Außenpolitik wandte sich das Land der Sowjetunion zu, während die USA unter anderem ein Handelsembargo verhingen, das größtenteils bis heute andauert. Außerdem versuchte man verschiedenen Verschwörungstheorien zu Folge mehrfach, Fidel Castro umzubringen.1 Im April 1961 sollte dann schließlich vor allem mit Hilfe von Exilkubanern das Castro-Regime gestürzt werden. Die selbsternannte kubanische Exilregierung sollte zusammen mit als Kkubaner verkleideten amerikanischen Air Force-Angehörigen sowie anderen Exilkubanern in der Schweinebucht an der kubanischen Südküste landen und von dort aus dann amerikanische Truppen zur Hilfe rufen. So wäre es nämlich kein Angriff auf Kuba gewesen, sondern lediglich die Unterstützung einer Gegenrevolution. Da aber unter anderem einige der Flugzeuge abgeschossen wurden, kam der ganze Komplott ans Tageslicht. Auch wenn der Weltsicherheitsrat (nur auf Grund des Vetorechts der USA) den Angriff als rechtmäßig ansah, war es doch ein mittelschweres militärisches und politisches Debakel:

Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und dem verlorenen Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter John F. Kennedy führte sie zur Stärkung Castros und der kubanischen Revolution. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuches sorgten letztendlich auch für die zunehmende Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962. (wikipedia)

Eine knappe Woche zu früh kommt das Lied, da Dan Bejar, Frontmann und einziges permanentes Mitglied der Band Destroyer, vor allem auch für sein Schaffen bei den New Pornographers bekannt ist, die ja am 4. Mai ihr neues Album rausbringen (das man, wie gesagt, bei NPR momentan schon streamen kann). Und ich wollte euch sowieso mal die einzelnen Neben- bzw. Hauptprojekte der Pornographers nahebringen.

Wie gesagt heißt das Nebenprojekt von Dan Bejar, dem nach meiner Zählweise zweitwichtigsten Songschreiber in der Band, Destroyer. Er gründete die Band, deren einziges permanentes und echtes Mitglied er selbst ist, schon 1995 und damit vor der Gründung der Pornographers. Neun Alben hat er zusammen mit wechselnden Musikern und Kollaborationspartnern herausgebracht, dazu kommen noch einmal zwei EPs.

Auf der neueren dieser beiden EPs ist als Titeltrack auch obiges Stück zu finden, dass nicht nur aufgrund seiner epischen Länge von über 13 Minuten nicht gerade stellvertretend für das sonstige Schaffen von Bejar ist. Sonst klingt er nämlich auch als Destroyer häufig ähnlich wie seine Songs auf den Pornographers-Tonträgern. Und das ist auch gut so – auch wenn auch Bay of Pigs und die zugehörige B-Seite Raver tolle Songs sind. In wie weit sich Bay of Pigs auf die Invasion der Schweinebucht oder auch nur auf die geografische Lokalität bezieht, ist mir nicht ganz klar, ein paar Zeilen im Text könnten jedenfalls in diese Richtung verstanden werden.

Eine weitere Spezialität gibt es aber noch in Destroyer-Songs, so auch in diesen Beiden: Wie kaum ein zweiter zitiert Bejar die Texte anderer Leute oder seine eigenen.2 Es gibt sogar ein Trinkspiel, bei dem man bei jeder Referenz einen Shot trinken muss.

Destroyer – Bay of Pigs (12″, 2009, Merge)

  1. vgl. Vankin, Jonathan & John Whalen: „Die Jagd auf Castro“. In: Die 50 größten Verschwörungen aller Zeiten. Komplotte und Intrigen von JFK bis Lockerbie. Königswinter: Heel, 1999. Amerikanische Originalausgabe: Secaucus, NJ: Citadel Press, 1998. Einige Mordkomplotte wurden von der CIA 1975 auch zugegeben. []
  2. Raver zum Beispiel ist eine neue Version des ein Jahr zuvor erschienenen Rivers. []

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