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platte der (baltikum-)woche: astro’n’out – kuš kuš

von | 8.Oktober 2007

(c) astro’nsveiki! mit einem lettischen „hallo“ meldet sich mr. brightside zurück zum dienst, und hat, wie es einem reisenden ziemt, so allerlei souvenirs mit im gepäck. natürlich gäbe es einiges über die underground-musikszene in stockholm rockcity zu berichten, jedoch beschränke sich dies entweder strikt auf blonde schwedinnen in röhrenjeans, oder… der rest ist bekannt.

gibt es doch jenseits der ostsee so viel neues an guter, und vor allem unverbrauchter alternativer musik zu entdecken: im baltikum, genauer gesagt in riga, lettland.

zugegeben, das „entdecken“ wird einem dort schon etwas schwer gemacht, denn die hälfte der bevölkerung spricht russisch und schreibt kyrillisch, und mein lettisch ist auch nicht besser. dazu kommt: man stelle sich vor, man steht in einem kleinen lettischen plattenladen vor dem regal mit offensichtlich lokaler musik. findet da mal auf die schnelle das lettische pendent zu tocotronic! hilfreich war uns an dieser stelle ein kleiner sticker an einer CD: „best latvian rockalbum 2006“. also zugeschlagen!

vorneweg, um das skandinavische musikmonopol nebenan aufzuwühlen, fehlt es der lettischen musikszene an identiät. lettland ist nach wie vor (oder mehr denn je) ein gebrochenes land. während sich die meisten jungen letten als europäer fühlen, hat sich ein großteil der bewohner immernoch nicht vom großen bruder russland verabschieden können.
ähnlich wie die gewinner des eurovisionsongcontest 2000, brainstorm, gehen auch astro’n’out mit diesem thema kritisch um. auf kuš kuš wird versucht mit songs wie „t? da?a r?gas“ oder „monsters§, aufmerksamkeit auf die probleme lettlands zu lenken.
mit erfolg: astro’n’out sind unter der kategorie „new sounds of europe“ für die MTV music awards 2007 im november in in münchen nominiert.

auch in ihren videos wird immer wieder bewusst die hauptsatdt riga ins zentrum gesetzt, die mit mehr als 700.000 einwohnern fast so groß ist wie ihre skandinavische schwester stockholm.


(astro’n’out – t? da?a r?gas)

the world is small – and we are one,
we are the fathers of our sons
(brainstorm – a day before tomorrow)

beim hören das albums kuš kuš spürt man deutlich, dass lettland und das gesamte baltikum im aufbruch sind. vielleicht ist es da ein glücklicher zufall dass die stimme von sängerin mara upmane stellenweise an dolores o’riordan von den cranberries erinnert. zombieaustreibung auf lettisch.
neben soviel gesellschaftskritik und melancholie bewegt sich die platte musikalsich zwischen akustikballaden mit jazz-elementen und energetischem rock. was allerdings bitte nicht negativ zu verstehen ist. denn gerade songs wie „ne gravitatei“ (dt., keine schwerkraft) versprühen eine gewisse unbeschwertheit. ein zustand, auf den in lettland wohl noch etwas gewartet werden muss.


(astro’n’out – ne gravitatei)

astro’n’out – kuš kuš (avantis, 2006)


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file under: platten | Kommentare deaktiviert fĂŒr platte der (baltikum-)woche: astro’n’out – kuš kuš


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