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in 80 liedern an 80 tagen um die welt. tag 39: das zweistromland

von | 18.Dezember 2007

pixies – river euphrates (live)

das zweistromland (auch bekannt als mesopotamien), begrenzt von den beiden flüssen euphrat und tigris: einst eine wiege der menschlichen kultur, heutzutage schauplatz eines krieges, dessen ende nicht in sicht ist, und der weder der einen, noch der anderen seite erfolg verspricht. let’s ride the tiger down river euphrates, vorbei an den trümmern des turmbaus zu babel.

szenenwechsel, boston im jahre 1986: zwei studenten der university of massachusetts, joey santiago und ein gewisser charles thompson (später unter dem namen black francis bzw. frank black bekannt) suchen einen bassisten. sie finden eine frau namens kim deal, die auch gleich noch den schlagzeuger dave lovering, einen bekannten von sich, mitbringt. was sich so unspektakulär und alltäglich anhört, ist der beginn von etwas großem. die pixies sind geboren.

ihren allgegenwärtigen hit „where is my mind?“ kennt wohl jeder, und das ist bei weitem nicht ihr einziger. dass sie kurt cobains große vorbilder waren – über die entstehung von „smells like teen spirit“ sagte er einmal: „i was trying to write the ultimate pop song, i was trying to rip off the pixies“ – sollte sich auch herumgesprochen haben. als 1991 nirvanas „nevermind“ erschien, hatten die pixies ihre besten jahre allerdings schon hinter sich. die auflösung folgte 1993.

doch was ist nun das besondere an den pixies? man könnte sagen, dass ihre songs pop sind, sie haben melodie und es bleibt sofort etwas hängen. aber zusätzlich haben sie immer auch etwas irritierendes. sie sind oft geradezu minimalistisch strukturiert und gerne auch deutlich kürzer als das normale 3:30min-radioformat. dazu kommt die lust am krach und – so abgegriffen das klingen mag – die rohe energie des punk. auf alle fälle sind sie ungewöhnlich und einzigartig und haben gerade dadurch eine vielzahl von bands inspiriert.

ende 2003 kam dann die nachricht, dass sich die pixies wiedervereinigt hätten, zunächst für eine us-tour. im sommer 2004 kamen sie schließlich auch nach europa. damit waren sie vorreiter des derzeit grassierenden reunion-fiebers, dem u.a. auch dinosaur jr., the smashing pumpkins, rage against the machine, the stooges, new york dolls und sogar noch ältere recken wie the police und led zeppelin verfallen sind. nur bei den beiden streithähnen morrissey und johnny marr von the smiths kann man sich momentan wohl sicher sein, dass sie nicht mehr gemeinsam auf die bühne treten werden.

ob bei solchen unternehmungen eher das geld oder doch der spaß an der sache und die nostalgische rückbesinnung auf die „gute alte zeit“ im vordergrund steht, kann man als außenstehender schlecht beurteilen. fest steht, dass dabei immer auch die gefahr besteht, am eigenen denkmal zu sägen. nichtsdestotrotz: im herbst 2006 hieß es sogar, dass die pixies wieder an einem neuen album arbeiten würden, gehört hat man davon aber bisher noch nichts.

nun wird es aber zeit, sich schlafen zu legen und dabei zu träumen von märchen aus 1001 nacht…


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