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melt! 2008. das dreitagebuch. teil 3: sonntag.

von der redaktion | 28.Juli 2008

dritter und letzter tag melt! 2008. und damit auch der letzte teil unseres nachberichts.

am sonntag hiess es endlich einmal ausschlafen, da die erste band erst um 16:30 spielte. zum zeitvertreib trainierten wir unsere musikalische (und trash-fernseh-) allgemeinbildung beim band- und fernsehserienraten in stadt-land-fluss-manier, spielten flunkyball (???) und banden uns neonfarbene zeltschnüre um den kopf, um den new-rave-kleidungsstil der kids von heute zu karikieren. oder einfach, um nicht mehr so aufzufallen.

später spielten brighty und klaus mit ein paar anderen frisbee vor der hauptbühne, während los campesinos! dich und mich und alle anderen fröhlich zum tanzen aufforderten. neon neon konnten mich überhaupt nicht begeistern, erst bei get well soon war ich wieder mit dabei. nach starkem beginn liess dann leider die musikalische darbietung sowie die stimmung etwas nach, nichtsdestotrotz ein guter und sehenswerter auftritt. wie bitte? get well soon konnten dich nicht begeistern? obwohl der auftritt nicht so toll war wie ich hoffte, was vor allem an der kuerze der show lag (stichwort bjoerk), war er immer noch eins der highlights. auch ohne witches…

und dann blieb eigentlich nur noch die gespannte erwartung auf den headliner des diesjährigen melt!. aber auch ich brauchte mal entspannung. nach fast 3 tagen feierei brauchte ich bei bands, die mich nicht gross interessieren (zum beispiel hot chip) eine menge um mich rum. und von weitem konnte man sehen, dass die entscheidung die richtige war: ich mag hot chip einfach nicht. sie sind mir einfach egal. genauso uebrigens auch die battles. hot chip schlugen sich wacker im vorprogramm, ich holte mir noch schnell eine falafelrolle zur einstimmung und hungerbekämpfung, die bühne wurde mit bunten fahnen behängt – und dann war es soweit: zehn isländische mädchen mit blechblasinstrumenten marschierten auf die bühne und bereiteten das feld für björk. die bühnenshow war beeindruckend – bildschirme zeigten musiker, die auf berührungsempfindlichen bildschirmen wellen erzeugten und regler verschoben, was anscheinend in klänge umgesetzt wurde; die mädchen wippten im takt mit ihren am kopf befestigten fähnchen; ein alter mann bediente das keyboard und björk in buntem kleidchen sang, hauchte, trällerte, sphärifizierte ihre lieder in den nachthimmel. ich bin ehrlich gesagt kein grosse fan von ihrer musik, aber alles in allem hat mir ihr auftritt recht gut gefallen. ja. der auftritt war gross. alles stimmte: die musik (geschmackssache), das licht, und zum ersten mal beim melt! 2008: die leute um einen herum. das system mit ein- und zweitageskarten zeigte seine staerken: die ganzen dorfprolls der vergangenen zwei tage waren weg. und berlin-mitte-oekozippen und ihre freunde, naja, die sind mir halt egal.

eigentlich gehörte es ja zum pflichtprogramm, um 2 uhr morgens noch zum sleepless floor zu gehen (hab ich aber auch nicht gemacht. war zu kalt und man sagt, es war eh mal wieder viel zu voll und so. und nicht gut), um mit lützenkirchen die diesjährige melt! hymne “drei tage wach” zu feiern und ehren, aber da in dieser selbst schon angedeutet wird dass dies ohne die entsprechenden hilfsmittel nicht möglich ist, entschied ich mich das motto in “drei tage schlaf” umzuinterpretieren, und mit diesem satz ohne ende endet endlich meine berichterstattung zum diesjährigen melt! festival, und ich verabschiede mich in die wohlverdiente sommerpause. wie? sommerpause? das musst du aber nochmal mit dem chef besprechen… indiestreber.de macht naemlich natuerlich keine sommerpause!!!

(und auch hier kommen die ergaenzungen vom kollegen breitseite (hoffentlich) noch nach…)


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