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ok go: Der Stein des Anstoßes oder macht kaputt was euch kaputt macht.

von robert | 2.April 2010

ok go – this too shall pass (official version)

OK Go sind dafür bekannt ausgefallene Musikvideos zu ihren Songs entwerfen zu lassen. Bekannteste Beispiele, um nur ein paar zu nennen, sind die Clips zu ‘Get over it’, ‘Do what you want’ (Regie: Olivier Gondry, Bruder von Michel Gondry!) und ‘Here it goes again’. Der letztgenannte Clip hat sich vor allem durch Youtube einem Millionenpublikum erschlossen. Das hat Vor- und Nachteile.

Am Beispiel von ‘Here it goes again’ wird besonders deutlich, dass Band und Marketing als Personalunion fungieren sollen. Und es funktioniert hervorragend. Die Werbung für den Song wird einfach in das Musikvideo verpackt, was Geld und Zeit spart. Der Erfolg begründet sich durch das hohe Maß an Kreativität und Coolness, so dass das Video auf etlichen Seiten verlinkt wurde, egal ob diese etwas mit Musik am Hut haben oder nicht. Quasi nach dem Motto: “Hauptsache lustig”. Man kann aber OK Go keinen Vorwurf für die angewandten Werbestrategie machen, denn das Video ist tatsächlich cool. Der Song aber auch!

Lässt man das alles beiseite wird es viele OK Go – Videofans freuen zu hören, dass die vier Jungs aus Chicago gleich zwei “[sic!]” Musikvideos zu ihrer neuen Single “This too shall pass” gedreht haben. In dem unspektakuläreren Video spielt die Band eine akustische Version des Songs inmitten einer Wald- und Wiesenmärchenwelt in der so einige unerwartete Gestalten auftauchen. Wer meint diese schon vorher gesehen zu haben lügt.

OK Go – This Too Shall Pass (acoustic version)

Das offizielle Video (ganz oben in diesem post) zeigt eine Rube Goldberg Machine. Das komplette Geschehen in diesem Video wird durch die jeweils vorherige Aktion bewirkt. Und alles beginnt mit einem Domino-Stein. Ein wunderbares Beispiel für Ursache und Wirkung.

Bevor es aber zu Missverständnissen kommt: Rube Goldberg hat nie und schon gar nicht diese Maschine gebaut. Aber als Zeichner hat er sie in seinen Comics populär gemacht. So finden sich im Internet etliche dieser Rube Goldberg Maschinen. Eine der bekanntesten ist diese hier:

OK Go sind auch nicht die erste Band, die eine solche Maschine in ihrem Video vorführt. The Bravery haben 2005 in ihrem Video ‘An honest mistake’ ebenfalls eine Rube Goldberg Maschine parat, allerdings mit etlichen Cuts, was dem ganzen seine größenwahnsinnige Dimension nimmt, die ‘This too shall pass’ ausstrahlt. OK Go haben ihrer spaßigen Musikvideokarriere, was Einfallsreichtum und Aufwand betrifft, noch eins oben draufgesetzt und werden vielleicht Mühe haben daran anzuschließen. Betrachtet man sich aber das Gesicht Tim Nordwinds am Anfang des Videos wollen OK Go dies vielleicht auch gar nicht.

Es sei ihnen gegönnt.


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file under: und so | 1 kommentar »


ein kommentar zu “ok go: Der Stein des Anstoßes oder macht kaputt was euch kaputt macht.”

  1. netzlese « nerd it yourself meint:
    7.April 2010 at 9:19 am

    [...] (via indiestreber) [...]