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platte der woche: pretty girls make graves – the new romance

von | 3.März 2008

eine alte rubrik wird wiederbelebt!

pretty girls make graves sind eine der zahlreichen beweise dafür, dass die musikszene von seattle auch nach dem ende der grunge-ära weiterhin beachtung verdient (vgl. zu dieser these u.a. auch the blood brothers und minus the bear). halt! eine kleinigkeit stimmt nicht an dem obigen satz. es muss unglücklicher weise heißen: waren. denn pretty girls make graves existieren nicht mehr, nachdem schlagzeuger nick dewitt anfang 2007 seinen ausstieg ankündigte. ihr aus drei alben bestehendes vermächtnis habe ich jedoch erst kürzlich entdeckt.

um ihr zweites album – the new romance, erschienen 2003 – soll es hier und heute gehen. ein werk, für das man etwas geduld mitbringen muss, denn beim ersten hördurchgang will es noch nicht so richtig zünden. aber wahre schönheit erkennt man eben oft nicht auf den ersten blick. beinahe jeder song scheint zielstrebig auf einen unvermeidlichen, lauten ausbruch hinzuarbeiten, dennoch wartet man 40 minuten vergeblich auf einen solchen – bis man merkt, dass es keinen grund zum warten gibt. denn gerade das fließende ist es, wodurch einen diesen album in seinen bann zieht. so bleibt auch genug raum für andrea zollos bemerkenswerte stimme. erwartungen erfüllen – das können genügend andere bands. und wie heißt es so passend im titeltrack: „there’s no point in explanation. if you don’t know, then you won’t know.“

als kleinen vorgeschmack gibt es das schicke schwarz-weiß-video zu „all medicated geniuses“:

der vorgänger, good health, ist zugänglicher, hit-lastiger und zeigt deutlicher die punk/hardcore-wurzeln der band; man fühlt sich desöfteren an at the drive-in mit weiblichem gesang erinnert.

ihr letztes album, lan vital, ist hingegen verschlossen, introvertiert und geradezu zerbrechlich. bisher habe ich noch keinen richtigen zugang zu diesem werk gefunden, doch bei the new romance hat es ja auch etwas gedauert. insofern übe ich mich derzeit noch in vorfreude auf den musikalischen lohn, den mir meine geduld hoffentlich bringen wird…

pretty girls make graves – good health (lookout! / 2002)
pretty girls make graves – the new romance (matador records / 2003)
pretty girls make graves – lan vital (matador records / 2006)


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file under: platten | 2 kommentare »


2 kommentare zu “platte der woche: pretty girls make graves – the new romance”

  1. mr. brightside meint:
    3.März 2008 at 10:03 pm

    tolle zusammenfassung einer diskographie!
    aber… was bitte ist für dich denn grunge?! grunge ist imho zusammen mit kurt cobain ins grab gestiegen, zumindest kenn ich keine weitere band die ich spontan als „grunge“ bezeichnen würde.
    wie dem auch sei, pgmg gehören sicher nicht dazu… :)
    achja mein liebling (und anspieltip) ist für mich „this is our emergency“ von der good health platte.

  2. jonas meint:
    4.März 2008 at 1:58 am

    wenn du dir den ersten satz nochmal aufmerksam durchliest wirst du merken, dass ich genauso wie du der meinung bin, dass grunge tot ist. allerdings gibt es in seattle – dem früheren mekka des grunge (u.a. heimat von nirvana, pearl jam, green river, alice in chains, soundgarden etc. pp.) – eben auch heute noch eine sehr aktive und innovative musikszene. diese neuen bands aus seattle machen aber natürlich keinen grunge! so, missverständnis aus der welt geschafft hoffentlich.
    übrigens, „this is our emergency“ ist auch auf the new romance.