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pommes schwarz-rot-gold: frittenbude.

von | 2.Juli 2008

am deutsch-portugiesischen viertelfinaldonnerstag gaben sich frittenbude und les trucs die ehre, das haus mainusch auf dem campus der uni mainz zu beschallen. aufgrund schwarz-rot-goldener euphorie sogar im alternativen epizentrum der studierendenschaft wurde das konzert bis nach abpfiff aufgeschoben. danach wurde allerdings trotzdem energisch gegen nationalstolz sowie das „nazi- und faschistenpack“ gefrickelt und gerockt.

frittenbude live @ magnet club, berlin

frittenbude sind die jüngsten karnickel, die das hamburger elektropunklabel audiolith aus dem hut gezaubert hat. dabei kommen günther crackstein, rüdiger streuner und schranz beckenhauer – wie die namen schon andeuten – aus der geographisch bipolar entgegengesetzten weltstadt die ohne hafen, aber mit herz auskommen muss.

die burschen sind unterschiedlich musikalisch sozialisiert – je einer der drei kommt aus der elektro- rock- respektive hiphopecke. und zusammen ergibt das eine nicht mehr ganz neue, aber immer noch erfrischende mischung abseits klassischer genregrenzen. zusammen mit den amüsanten bis skurrilen texten („alle pandabären schnitzeln sich und werden froh“) bringen frittenbude live jede menge unterhaltung und bewegungsdrang.

loben erwähnt werden sollte auch die vorband les trucs, die ihre keyboards und gerätschaften mitten im raum aufgebaut hatten und sich mit einer fast manischen hingabe in ihr set stürzten. auch wenn ihre songstrukturen oft aus dem leim gingen und sich im chaos aufzulösen drohten, schafften sie es immer wieder zu einer eingängigen melodie und einem verständlichen rhytmus zurückzufinden.

alles in allem ein gelungener elektropunk-abend, bei dem auch zeitweilige stromausfälle mit aus fussballstadien entlehnten antifaschistischen schlachtrufen („für’s nazi- und faschistenpack gibt’s hass, hass hass“) gekonnt und umfeldgerecht überbrückt wurden.


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file under: jung und unschuldig, live und in farbe | Kommentare deaktiviert für pommes schwarz-rot-gold: frittenbude.


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