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The Subways am 8.2. in Wiesbaden. Du bist so Rock’n’Roll!

von | 10.Februar 2009

Als die Subways gegen 21 Uhr im Wiesbadener Schlachthof aufspielen, ist das Geschrei groß. One Fine Day aus Hamburg haben schon etwas vorgeheizt und Billy betritt oberkörperfrei die Bühne. Die Menge vor ihm, zumeist weiblich und so um die siebzehn, zeigt sich begeistert.

Ohne Umschweife legen sich die drei von der Insel denn auch gleich mit Rock’n’Roll Queen voll ins Zeug, die Menge fanatisch an Lippen und Bewegungen hängend. Was zunächst kaum mehr als eine Standard-Rockstar-Show zu werden scheint, klettert in seiner Intensität Lied um Lied nach oben. An irgendeinem Punkt stellt man dann – fast etwas überrascht – fest, wie viele geile Songs die Subways doch haben – und wie gut diese live funktionieren. Die kaum zu überbietende Spielfreude der drei trägt ihr Übriges dazu bei, dass spätestens nach der Hälfte auch die etwas älteren, nicht-schreienden Semester, einfach nicht mehr stillstehen können.

Du bist – die Sonne – du bist die Einzigähä, Wiesbaden – bist so cool – bist so Rock’n’Roll

Billy singt bekannte Zeilen auf Deutsch, springt von den Boxentürmen in die Menge und verkündet mit rotem Kopf und dicken Adern am Hals, wie geil die Tour durch Deutschland doch gewesen sei, wie sexy das Wiesbadener Publikum. Was im Nachhinein vielleicht etwas anbiedernd klingen mag, kommt live eher wie eine auf den Kopf zusteuernde fette Sahnetorte daher. Doch auch Charlotte mit Zweitstimme am Bass und Josh an den Drums schmeissen mit Naschzeug um sich. Erstere springt unentwegt die blonde Mähne schüttelnd von links nach rechts über die Bühne (reizend), Letzterer drischt mitsamt Gangster-Wollmütze wie ein Wilder auf sein Set ein (treibend).

Seinen Höhepunkt erreicht das Konzert dann mit This is the Club For People Who Hate People. Das beissende Gegeneinandersingen und -spielen geht kompromisslos in Beine und Kopf. Kaum zu glauben, dass dieses Lied nie seinen Weg auf die reguläre Album-Version von All or Nothing schaffte, denn selbst das großartige Girls and Boys verblasst im direkten Vergleich. Als man sich schließlich gegen 23 Uhr mir Bier in der Hand auf den Sesseln der Schlachterhalle wiederfindet, ist dann irgendwie alles erstmal gut.


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