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rocco del schlacko 2009. die kleinen dinge. (Teil 1: Freitag) | indiestreber.de


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rocco del schlacko 2009. die kleinen dinge. (Teil 1: Freitag)

von | 21.August 2009

Es war kein schlechtes Festival, das Rocco del Schlacko. Es war sogar überraschend gut. Ich war ja mit nicht so hohen Erwartungen an die Bands angereist. Die, die ich gesehen habe (die ich allerdings vorher allesamt auch schon mehr oder weniger kannte), konnten durchaus überzeugen. Es gab nur ein paar Sachen drumherum, die das ganze ein wenig getrübt haben.

Letztes Jahr auf dem Melt! habe ich mich (wie die meisten) vor allem über schlechte Organisation und ein viel zu junges, teilweise doch recht (im negativen Sinne) seltsames Publikum aufgeregt. Beides kam auch beim Rocco wieder vor: Die Anreise verlief eher stockend (was nur teilweise an uns, genauso sehr aber an unterschiedlich lautenden Informationen bei den Saarländisch Verkehrsunternehmen lag), beim Einlass auf das Festivalgelände bildeten sich mitunter extrem lange Schlangen und auch am Bierstand musste man teilweise extrem lange anstehen. Auch der Fakt, dass man Getränke nur gegen Wertmarken („Rocco-Coins“) bekam, störte eher – zumal man auch als Pfand einen Bon zurückbekam und so am Ende fast zwangsläufig noch den einen oder anderen übrig hatte. Ach ja, und der Altersschnitt unter den Zuschauern lag bei geschätzten 15 Jahren. Dass vernünftige Sanitäre Anlagen fehlten (für die ich auch bereit gewesen wäre zu zahlen), konnten wir noch verzeihen, da für Samstag ein überaus erholsamer Ausflug in ein nahegelenes Schwimmbad anstand. Und noch etwas: Zum ersten mal seit vielen Jahren (so erzählte man mir) schien die Sonne auf dem Rocco del Schlacko. Außer zu dem Zeitpunkt, wo wir unser Zelt aufbauten – im schlimmsten Regen des gesamten verlängerten Wochenendes.

Einer der Gründe für das überaus junge Publikum1 könnte die Bandauswahl sein. Die eher unbekannteren Bands (z.B. Stakeout etc.) hab ich dabei komplett ausgelassen, genauso wie Samy Deluxe.

Und so fing der musikalische Teil des Festivals mit dem Auftritt von Muff Potter am späten Freitag Nachmittag an. Ich hatte die Band noch nie Live gesehen, und wollte dies wenigstens noch einmal vor der bevorstehenden Auflösung tun. Mission erfüllt – und es hat sich durchaus gelohnt. Ein wunderbares Konzert. Einzig und allein befremdlich war Nagels Frage, ob denn jemand schon 2001 beim Muff Potter-Auftritt auf dem gleichen Festival dargewesen wäre. Angesichts des durchschnittlichen Alters im Publikum eher unwahrscheinlich.

Nach dem ausgelassenen Samy Deluxe-Auftritt begann dann die Punkrock-Phase des Festivals. Mein letztes (und bisher einziges) Punk-Konzert war 2005 ein Auftritt von WIZO in Soest, und so ließ ich es mir auch nicht nehmen, mich bei Anti-Flag mitten in die Menge zu stürzen. Zwar heimste ich mir jede Menge blaue Flecken ein, und auch das Atmen fiel aufgrund meiner Unsportlichkeit kombiniert mit jeder Menge aufgewirbeltem Staub nicht mehr ganz leicht, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Auch wenn die überaus politischen Songs vielleicht nicht ihre „Message“ entfalten konnten. Nach dem Auftritt war ich dann auch einigermaßen ausgepowert, so dass ich mir Rise Against mit einem kühlen Bier (Plastik-Maßkrug für 6,60 – doch einigermaßen angemessene Preise) von weiter hinten ansah. Auch das war ein durchaus angenehmer Auftritt – auch wenn er sich nicht allzusehr vom vorher gesehenen unterschied.

Als letzter Act des Abends war dann Deichkind an der Reihe. Weil ich den Auftritt bei den Juicy Beats aus diversen Gründen nur von weiter hinten und im Sitzen mitbekommen hatte, wollte ich diesmal weiter vorne mit dabei sein. Nachdem schon vor dem Auftritt die von mir so verhasste Quetsche- und Schieberei begann, wäre ich fast wieder gegangen, war dann aber doch froh, es ausgehalten zu haben. Zwar fehlte diesmal eine gescheite Aktion, bei der mehr als die ersten 2 Reihen etwas zu Trinken abbekommen, aber der Auftritt war trotzdem äußerst sehenswert.

Nachdem wir dann das Festivalgelände wieder verlassen hatten, ging es nach einer kurzen Stärkung direkt weiter zum „Party-Zelt“, wo noch bis in die frühen Morgenstunden eine Art „Der beste Rock der 60er, 70er, 80er, 90er und ein bisschen Scheiß von Heute“ lief, was aber überraschend erträglich war – besonders wenn man etwas außerhalb der feiernden Massen tanzte.

(Morgen kommt dann der Samstag)

  1. der andere war, dass es sich fast ausschließlich um Jugendliche aus den umliegenden Orten handelte []

künstlerkollektiv: , , , , , ,

file under: Festivalsommer 2009, live und in farbe | Kommentare deaktiviert für rocco del schlacko 2009. die kleinen dinge. (Teil 1: Freitag)


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