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drei tage krach! der ultimative southside-festivalbericht (teil 3) | indiestreber.de


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drei tage krach! der ultimative southside-festivalbericht (teil 3)

von | 27.Juni 2008

am sonntagmorgen wollte ich mir eigentlich does it offend you, yeah? anhören, aber daraus wurde leider nichts, denn a) hatte ich in der nacht zuvor wohl ein paar jimmy-colas zu viel und b) musste noch unser zelt abgebaut und das gepäck ans auto gebracht werden, denn nach der letzten band des abends wollten wir direkt den weg in richtung heimat antreten. auf the (international) noise conspiracy habe ich dann freiwillig verzichtet, nachdem sie mich letztes jahr beim area4 so enttäuscht haben. und damit habe ich wohl auch die richtige entscheidung getroffen, denn wie ich gelesen und auf bildern gesehen habe, sind die früher mal so wilden schweden diesmal in lila (!) anzügen aufgetreten. der tiefpunkt scheint in greifbarer nähe.

am frühen nachmittag hieß es dann let’s dance to the wombats! denn das war die erste band, die ich mir an diesem tag ansah. die drei sympathischen liverpooler, die sich nach einem australischen beuteltier benannt haben, präsentierten songs aus ihrem ersten und bisher einzigen album. insbesondere die indie-hits „moving to new york“ und natürlich „let’s dance to joy division“ konnten dabei überzeugen. ein gelungener start in den tag. am rande: zwar dachte ich erst, dass das tier auf dem banner im hintergrund mehr nach einem traurigen schweinchen als nach einem wombat aussieht, bei genauerer betrachtung muss ich diese meinung jedoch revidieren.

teh wombats

weiter gings dann mit the subways, von denen ich bisher – warum auch immer – geglaubt habe sie kämen aus australien. tun sie allerdings nicht, stattdessen stammen sie aus einer kleinstadt in der nähe von london. wieder was gelernt. der auftritt mit songs von ihrem debüt sowie vom neuen, demnächst erscheinenden zweitwerk war ziemlich gut, ich hätte nicht gedacht, dass sie so eine fette rockshow abziehen würden, also hut ab für diese immer noch verdammt junge band. passend dazu auch die wiederholten aufforderungen des sängers und gitarristen, nun aber richtig durchzudrehen, denen nicht nur bei songs wie „oh yeah“ und „rock’n’roll queen“ brav folge geleistet wurde. und last but not least – man(n) muss es einfach erwähnen – die süße bassistin.

the subways

als nächstes habe ich noch kurz bei rise against vorbeigeschaut, der punkrockband mit den vielen tempowechseln. und wie ich feststellte auch eine durchaus überzeugende liveband. zum abschließenden „prayer of the refugee“ wurde dann die tobende menge von einem feuerwehrfahrzeug aus mit kühlem nass beschossen. wunderbare idee!

nun gings aber auch schon schnell ins zelt, denn dort sollten gleich biffy clyro auf der bühne stehen. ich muss zu meiner schande gestehen, dass ich nur wenige songs der drei bärtigen schotten vorher kannte, aber live waren sie von der ersten sekunde an einfach eine wucht. neben shantel & bucovina club orkestar am samstag für mich die positive überraschung des festivals! ist der sound auf platte doch eher poppig, liefern sie live geradezu ein auf-die-fresse-rock-feuerwerk. wobei sie auch mit den ruhigen momenten (etwa bei „machines“, einem unglaublichen gänsehautgaranten) und ihrer technischen perfektion (die jungs können wirklich was an ihren instrumenten) punkten konnten. sozusagen das beste aus rock, pop und prog. eine äußerst vielseitige band also, die es zu entdecken gilt!

inzwischen war es früher abend geworden, und zum ersten mal um diese uhrzeit gab es eine phase, in der es keine band gab, die ich unbedingt sehen wollte. so habe ich mir noch eine viertelstunde auf der wiese sitzend die kaiser chiefs angehört. hat mich zwar von der musik her nicht so überzeugt (ich bin auch – bis auf ein paar songs abgesehen – kein großer fan der band), allerdings war die bühnenshow des sängers schon sehr energetisch. der höhepunkt war ganz klar wie er sich zum bereits erwähnten feuerwehrfahrzeug durchgekämpft hat, um dann auf dem dach desselbigen stehend mit einem dicken feuerwehrmann zusammen „i predict a riot“ zu singen.

kaiser chiefs + feuerwehrmann

danach habe ich mich nochmal ins zelt zu oceansize begeben und denen beim progrocken zugehört. sie waren auch ganz gut eigentlich, aber auf dauer etwas anstrengend und gleichförmig (zumindest wenn man wie ich die songs nicht kennt). und so begab ich mich dann schließlich noch ein letztes mal auf den zeltplatz, vorbei an billy talent, die mich, nachdem ich sie schon zweimal live gesehen, habe nicht mehr wirklich vom hocker rissen (man hat sich inzwischen einfach totgehört an den liedern) und an panic at the disco, die ich sowieso nicht wirklich mag.

im gegensatz zur nächsten band, für die ich mich wieder aufs festivalgelände begab und die gleichzeitig die vorletzte des festivals war: maximo park. der auftritt mit allen hits ihrer beiden bisherigen alben war auch gut, wobei man doch schon merkte, dass die festivalbesucher nach drei tagen sonne und rock’n’roll nicht mehr so viel kraft hatten, was sich negativ auf die stimmung auswirkte. egal, ich hatte meinen spaß. und allein schon um paul smith – der mit seinem hut und den daraus herunterhängenden locken ein bisschen nach rabbi aussah – beim herumhopsen auf der bühne zuzuschauen und seinen liebenswerten englischen akzent zu hören, hat es sich mehr als gelohnt dem konzert beizuwohnen.

maximo park

und dann ging es zum letzten großen headliner, den foo fighters. leider war der sound etwas leise (ja, man glaubt es kaum) und der bass hat ganz schön gedröhnt. ansonsten aber haben die foos die hohen erwartungen erfüllt. gleich mit dem ersten song, „one by one“ stand das publikum auf ihrer seite, danach ging es dann kreuz und quer durch die diskografie, die an guten songs ja nicht arm ist. frontmann dave grohl und seine gitarre hatten sichtlich spaß daran, was man an den zahlreichen ansagen und teilweise vielleicht ein bisschen zu arg ausufernden gitarrensoli erkennen konnte.

allerdings war es keineswegs so, dass er sich die ganze zeit in den vordergrund drängte, sämtliche anderen mitstreiter (darunter eine cellistin bzw. geigerin) wurden brav vorgestellt. und einer davon schaffte es sogar, dave grohl zumindest zeitweise die show zu stehlen: schlagzeuger taylor hawkins, ein tier wie es im buche (bzw. in der muppet show) steht. und das nicht nur, weil er aufgrund der hitze sein t-shirt auszog (weshalb dave ihn „unser chili pepper“ nannte). vor allem sein kraftvolles schlagzeugsolo zeigte, was für ein ausnahmedrummer er ist. bescheiden und charmant geblieben ist er trotzdem, so antwortete er nämlich auf daves frage, warum er so verdammt gut sei, lakonisch: „just tryin‘ to copy you“.

neben den rockigen songs gab es auch einen akustikteil, bei dem dave grohl versuchte, dem deutschen publikum nahezubringen wie man richtig mitklatscht („a good audience claps on the 2s and the 4s“) – leider nur mit mäßigem erfolg. der letzte song war dann erwartungsgemäß „best of you“, und was darauf folgte war ein beidseitiger abscheid, der southside-gig war nämlich das letzte konzert der foo fighters-europatour. das passte somit dann ja auch gut von der stimmung her.

und deshalb werde auch ich mich jetzt, bevor ich noch melancholisch werde, verabschieden und sinnbildich sticks und plektren ins publikum werfen. also, vielen dank für eure aufmerksamkeit und bis zum nächsten festival!

(alle fotos mal wieder von sarah. vielen dank nochmal!)


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