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Das Jahrzehnt aus Sicht der indiestreber. Teil 32: Jonas‘ Jahrzehnt in einem Post.

von | 10.Januar 2010

Weil ihr mittlerweile vermutlich genauso am Rückblick-Overload leidet wie ich, will ich mich bei dieser Zusammenfassung des vergangenen Jahrzehnts recht kurz fassen. Die wichtigsten Sachen aus meiner Sicht wurden ja auch alle bereits in den Beiträgen zu den einzelnen Jahren abgefrühstückt. Aber einen Blick in meine Jahrzehntsbestenlisten soll euch nicht verwehrt sein.

Band des Jahrzehnts

Wenn es eine Band innerhalb von zehn Jahren fünfmal mit dem jeweiligen Album in die Jahres-Top Ten schafft, dann kann man wohl eindeutig von der Band des Jahrzehnts sprechen: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead haben bei mir dieses Kunststück geschafft. Aber nicht nur auf Platte kann die Band überzeugen, vor allem live ist sie eine Wucht. Ich hatte bisher bereits sechs mal das Vergnügen, Zeuge dessen zu werden und werde all diese Auftritte in bester Erinnerung behalten.

Unterschätzteste Band des Jahrzehnts

Auch hier fiel mir die Auswahl nicht schwer. Ich kann es bis heute immer noch nicht fassen, dass Mclusky nur so wenigen Leuten überhaupt ein Begriff sind. Keine andere Band hat es meiner Meinung nach je geschafft, Noise und Pop einander näher zu bringen.1 Wobei man den Pop erstmal finden muss unter der dicken Schicht aus Schmutz und Krach. Hat man ihn dann aber mal entdeckt, kommt man von ihrer Musik nicht mehr los.

Neben den drei Alben, die die Waliser Zwischen 2000 und 2004 aufnahmen, bevor sie sich im Januar 2005 auflösten, ist auch das Box-Set „Mcluskyism“ rundum empfehlens- und entdeckenswert. Bei letzterem handelt es sich um eine posthum erschienene Zusammenstellung von A-, B- und C-Seiten sowie Liveaufnahmen auf drei CDs. Wer laute Musik mag, sollte das gehört haben.

Und wer dazu noch kleine süße Kätzchen mag, sollte unbedingt hier klicken.

Überschätzteste Band des Jahrzehnts

Hier hab ich für Mando Diao gestimmt, die ich bedeutend langweiliger finde, als sie immer dargestellt werden. Außerdem sind sie wohl auch die Band, die sich am stärksten selbst überschätzt. Aber genauso könnten an dieser Stelle auch The Killers,2 Tomte oder Kettcar stehen.3

Video des Jahrzehnts

Ich kann nicht genau sagen wieso, aber am meisten angetan hat es mir das Video zu Fatboy Slims Weapon Of Choice mit Christopher Walken. Ein weiterer Punkt also für den Musikvideogroßmeister Spike Jonze!

Fatboy Slim – Weapon Of Choice

Musikalischer Trend des Jahrzehnts

Hier ging meine Stimme an das Phänomen Mash Ups (aka „Bastard Pop“), obwohl es inzwischen fast schon veraltet und ausgelutscht wirkt. Denn auch wenn Dinge wie „Indie goes mainstream“, „Indie goes electro“ oder „music goes kostenlos“ in diesem Jahrzehnt mindestens genau so große und vermutlich sogar wichtigere Trends waren, finde ich, dass Mash Ups in gewisser Weise symptomatisch für die vergangenen zehn Jahren stehen. Schließlich wird darin die bisherige Entwicklung der Popmusik mit ihren sämtlichen Grenzüberschreitungen und gegenseitigen Zitaten konsequent zuende gedacht.

Deichkind – Remmidemmi vs. Blur – Song 2

Songs des Jahrzehnts

Eine solche Liste muss schlichtweg subjektiv sein, deshalb ohne jede weitere Begründung:

Platz 1: Mclusky – To Hell With Good Intentions

Platz 2: …And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Will You Smile Again?

Platz 3: Portugal. The Man – AKA M80 The Wolf

Platz 4: The Mars Volta – Televators

Platz 5: And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Another Morning Stoner

Platz 6: Deichkind – Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)

Platz 7: Queens Of The Stone Age – No One Knows

Platz 8: At The Drive-In – One Armed Scissor

Platz 9: And You Will Know Us By The Trail Of Dead – A Perfect Teenhood

Platz 10: The Cooper Temple Clause – Blind Pilots

Alben des Jahrzehnts

Keine leichte Aufgabe natürlich, aber ich bin mit der Liste, die am Ende dabei herauskam, sehr zufrieden.

10. Thunderbirds Are Now! – Justamustache (2005)
9. Future Of The Left – Curses! (2007)
8. The Cooper Temple Clause – See This Through And Leave (2002)
7. The Wrens – The Meadowlands (2003)
6. And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Source Tags & Codes (2002)
5. The Mars Volta – De-Loused In The Comatorium (2003)
4. Mclusky – Mclusky Do Dallas (2002)
3. Portugal. The Man – Waiter: You Vultures! (2006)
2. At The Drive-In – Relationship Of Command (2000)
1. And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Worlds Apart (2005)

  1. Naja, Nirvana vielleicht noch. []
  2. gerade mal fünf gute Songs insgesamt []
  3. mit diesem ganzen kumpeligen deutschen Befindlichkeitskrempel kann ich einfach nicht viel anfangen []

künstlerkollektiv: , , , , , , , , , , , , , , ,

file under: best of 2000-09 | Kommentare deaktiviert für Das Jahrzehnt aus Sicht der indiestreber. Teil 32: Jonas‘ Jahrzehnt in einem Post.


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