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Das Jahrzehnt aus Sicht der indiestreber. Teil 21: rics 2006

von | 21.Dezember 2009

aus irgendeinem grund ist das jahr 2006 in meiner musiksammlung zumindest quantitativ unterdurchschnittlich vertreten. und das, obwohl ich bis zum sommer noch bei m94.5 in der musikredaktion war und ab herbst ein auslandssemester in einer unter musikalischen gesichtspunkten absoluten weltstadt machte: glasgow.

meine alben des jahres

nicht unter meinen alben des jahres, weil ich nie das komplette album gehört habe: whatever people say i am, that’s what i’m not von den arctic monkeys. muss ich wohl mal nachholen, da ich alle songs die ich von dem album kenne toll finde.

platz 3 habe ich meiner zeit in glasgow zu verdanken – die absolute hypeband waren dort nämlich im herbst 2006 the fratellis. deren album costello music bediente sich bei punk und glam und hätte genug energie um die gesamte münchner musikszene auf vordermann zu bringen. einziger wehmutstropfen: anscheinend verschossen die fratellis ihre gesamten musikalischen salven auf diesem ersten album.

platz 2 hat seine eigene geschichte. ein freund von mir traf auf einer party einen soundtüftler,1 der ein album aufgenommen hatte und jetzt möglichkeiten suchte seine musik an die öffentlichkeit zu bringen. er vermittelte ihn an mich, um sein werk bei m94.5 vorzustellen. allerdings waren die songs fürs radio untauglich, weil viel zu lange elektrotracks. ich persönlich fand das album allerdings großartig: la danse macabre von la dicte magique. allerdings schafften es die aufnahmen nie aus dem privaten kreis raus. der musiker widmet sich inzwischen anderen projekten und es sind nicht einmal mehr im internet infos zu la dicte magique zu finden.2

platz 1 geht an das comeback des jahres: mit aufstand im schlaraffenland schafften deichkind den sprung aus dem deutschen hiphop-grab auf die elektrorap-tanzfläche. endlich mal eine band, die den musikkonventionen den mittelfinger zeigte und einfach das machte, was am meisten spaß versprach. ohne deichkind wäre die deutsche musiklandschaft langweilig und platt wie die lüneburger heide.3

die lieder des jahres

der partykracher aller glasgower studentenfeten im wintersemester 2006/07: chelsea dagger von den fratellis. und der partykracher aller deutschen studentenfeten, Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah) von deichkind – wobei mir persönlich inzwischen show’n’shine besser gefällt, da textlich und musikalisch kreativer und witziger.

aus m94.5-beständen:

the raconteurs – steady as she goes
dudley perkins – funky dudley (der gequetschteste beat aller zeiten)
gotan project vs. koxmoz – mi confesin (electrotango mit hiphopelementen)
peter, bjorn & john – young folks

aus meiner glasgow-playlist:

dirty pretty things – gin & milk (für den alkohol)
belle & sebastian – for the price of a cup of tea (für den tee)
arctic monkeys – i bet you look good on the dancefloor (für den club)
razorlight – in the morning (für den morgen danach)

aus anderen ecken und quellen:

die sterne – aber andererseits
hush puppies – you’re gonna say yeah!
bromheads jacket – poppy bird
the victorian english gentlemens club – ban the gin (schon wieder gin)
egotronic – die richtige einstellung
peterlicht – lied vom ende des kapitalismus
you?spy! – bob ross (das einzige lied über bob ross and the joy of painting?)

konzert des jahres

2006 war ich zum zweiten mal in folge auf dem prima leben und stereo am vöttinger weiher bei freising. highlights waren u.a. die sterne und timid tiger.

Art Brut Live ABC, Glasgow 13.11.2006

mein konzert des jahres war aber art brut in glasgow. mein erstes konzert in glasgow, mein erstes mal art brut live. und auf der bühne ist eddie argos noch besser als auf platte – eigentlich ein geborener comedian. auch die vorband pink grease gefiel mir live recht gut, auf platte allerdings doch bedeutend weniger.

musikvideo des jahres

hier bin ich wieder einmal kaum im bilde. ein video, das in glasgow rauf und runter lief war welcome to the black parade von my chemical romance – allerdings fand ich sowohl musikalisch als auch beim video nur das intro gut, der eigentliche song ist stinklangweiliger emorockkram.

my chemical romance – welcome to the black parade

remix des jahres

als extra gibt’s dieses jahr den remix des jahres: die tolle band ratatat remixt in ihrem unverwechselbaren stil the comeback von den großartigen shout out louds. und ich hab sogar ein video dazu gefunden:

shout out louds – the comeback (big slippa remix by ratatat)

  1. ein frankophiler pole, der in münchen lebt []
  2. wer eine kostprobe hören will: mail an ric[ät]indiestreber[punkt]de []
  3. gut ich übertreibe und natürlich ist die lüneburger heide nicht langweilig. platt aber schon, wenn ich südlicht mich nicht total täusche… []

künstlerkollektiv: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

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